In dem Theaterstück geht es um Eino, einen Jungen, der gern einen Rock trägt, weil er sich darin wohlfühlt. Zuhause stößt er damit zunächst auf Ablehnung und Verunsicherung. Auch im Freundeskreis wird er überrascht und auch ablehnend betrachtet. Doch dann wird deutlich, dass seine Kleidung nichts an seinen Fähigkeiten oder seiner Persönlichkeit ändert.
Durch das Theaterspiel erkennen die Kinder, dass jeder Mensch Stärken besitzt, die man von außen nicht immer sofort sieht. Das Stück veranschaulicht, dass Vielfalt, Mut und gegenseitiger Respekt entscheidend sind und dass jedes Kind so sein darf, wie es ist.
Zentrales Ziel des Stücks ist es, Kinder in ihrer Individualität zu stärken. Die Kinder sollen dabei unterstützt werden, Empathie, Selbstbewusstsein und Freundschaftskompetenz zu entwickeln. Stereotype Rollenbilder werden durch das Theaterspiel hinterfragt und der respektvolle und zivilcouragierte Umgang miteinander gefördert.
Ergänzend wird den Kindern vermittelt, dass Mode und Kleidung je nach Kultur und Zeit unterschiedlich betrachtet werden. So tragen beispielsweise auch schottische Männer traditionell Röcke, und zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert trugen Jungen wie Mädchen Kleider. Ebenso waren Farben früher anders zugeordnet: Jungen wurden auch in Rosa gekleidet, während Hellblau als Mädchenfarbe galt.
Diese Beispiele machen deutlich, dass Kleidungsnormen keine festen Größen sind, sondern historisch gewachsen und wandelbar. Sie werden je nach Kultur und Zeit unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Auch heute kann das Thema eines Theaterstücks, in dem ein Junge einen Rock tragen möchte, noch provozieren. Dabei steht dieses Motiv stellvertretend für die vielen unterschiedlichen Formen des Andersseins, die Menschen ausmachen. Mit dem Stück möchten wir daher nicht nur Rollenklischees hinterfragen, sondern auch vermitteln, wie wichtig Offenheit, Akzeptanz und Toleranz für ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft sind.
Zielgruppe: Vorschulkinder, Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Jahrgangsstufe
Dauer: 45 Minuten.
Das Theaterspiel wird eingerahmt durch das Einüben des Refrains unseres Mutmachliedes. Im Anschluss an die Vorführung singen wir das Lied, in das die Kinder beim Refrain einstimmen können. Außerdem werden gezielte Reflexionsimpulse gesetzt. Durch ermutigende Publikumsinteraktion wird das Theaterstück pädagogisch wirksam ergänzt.
Refrain:
Jeder kann so sein, wie er gerne will.
Keiner redt‘ dir rein, da sind wir einfach still.
- Trägst du gerne Hose oder lieber Rock?
Schön wie eine Rose, darauf hast du Bock. - Trägst du gerne Schleife oder lieber Hut?
Mach’s auf deine Weise, das ist für dich gut. - Willst du dich gern schminken und ganz mutig sein?
Wir stehn dir zur Seite, du bist nicht allein. - Willst du bunte Haare, das ist kein Problem,
wir helfen dir beim Färben, du bist wunderschön!
(Text und Melodie: Heike Ulbricht)
